Young Elites - Die Gemeinschaft der Dolche
Marie Lu
Young Elites, Band 1
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Aus dem Amerikanischen übersetzt von Sandra Knuffinke, Jessika Komina

ab 14 Jahren, Erstmals erschienen 2017, 2. Auflage
416 Seiten, 15.0 x 22.0 cm
ISBN 978-3-7855-8353-1
Hardcover
18,95 € (D)
19,50 € (A)
inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten

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Nach Legend taucht Bestsellerautorin Marie Lu mit ihrer neuen historischen Fantasy-Reihe Young Elites in eine Welt voller Magie ein und zeigt eine Heldin, die zwischen Liebe und Dunkelheit gefangen ist.

Über Nacht verfärbten sich Adelinas wunderschöne schwarze Haare plötzlich silbern. Seit sie das mysteriöse Blutfieber überlebte, ist die Tochter eines reichen Kaufmanns gezeichnet und von der Gesellschaft verstoßen. Aber die Krankheit hat ihr nicht nur eine strahlende Zukunft genommen, sondern auch übernatürliche Kräfte verliehen. Und Adelina ist nicht die Einzige. Die Gemeinschaft der Dolche wird vom König gejagt und gefürchtet, denn mit ihren unerklärlichen Fähigkeiten sind sie imstande, ihn vom Thron zu stürzen. Doch dazu benötigen sie Adelinas Hilfe ...

X-Men meets Die rote Königin: Eingebettet in eine märchenhafte Welt, die an das Venedig der Renaissance erinnert, erzählt Spiegel-Bestsellerautorin Marie Lu die Geschichte von Adelina, einer sehr komplexen Heldin, die zunehmend von der rachgierigen Dunkelheit, die sie in sich trägt, übermannt wird. Ob ihre Liebe zu Prinz Enzo sie retten kann? Nach dem New York Times-Bestseller Legend der grandiose Auftakt zu einer neuen originellen und actionreichen Fantasy-Trilogie der Autorin.

Die Gemeinschaft der Dolche“ ist der erste Band der Young Elites-Trilogie.

Mehr Infos und Extras zu Young Elites unter:
www.young-elites.com
Pressestimmen
„Ein gelungener Auftakt zu einer neuen originellen Fantasy-Trilogie." Nina Daebel, Münchner Merkur

„Der Auftakt der 'Young Elites'-Fantasy-Trilogie überzeugt durch eine kontrastreich gezeichnete Protagonistin und eine faszinierende fremde Welt." Renate Pinzke, Hamburger Morgenpost

„Für alle Fantasy-Fans ein Muss!“ Bücher BOX 2018


Leserstimmen
EIGENE LESERSTIMME ABGEBEN

Amelie 03.12.2017 11:18
Ich bin erst 12 und meine Freundin 11, aber wir beide sind mittlerweile fertig mit dem zweiten Band. Wir warten sehnsüchtig auf den dritten Band und können das Buch nur empfehlen! Es ist super geschrieben, auch wenn es erst ab 14 ist! Ich selbst habe mich total in Adelina reingefühlt und konnte gar nicht mehr aufhören zu lesen! Es ist wirklich ein tolles Buch und seinen Preis ist es wert!
Amelie (und Jona)
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Maren 26.11.2017 14:25
Mittlerweile ist es 14 Tage her, dass ich das Buch ausgelesen habe. In dieser Zeit habe ich immer mal wieder an die Geschichte und ihre Protagonisten gedacht. Und eine zentrale Frage ist mir dabei nicht aus dem Kopf gegangen… Ist dies wirklich ein Jugendbuch?
Ein Buch welches eine sehr komplexe Heldin hat, eine, die von ihren dunklen Kräften gefangen gehalten wird, die sich an der Angst der anderen labt und wächst. Eine Gabe, die kaum zu kontrollieren ist und stets in brutaler Gewalt mündet. Ein Buch, was sehr düster in seiner Gesamtheit ist, mystisch, fiktional und dunkel.
Alleine diese kurze knappe Passage gibt die Gesamtheit des Buches wieder und umreißt das Buch in seinen Zügen. Deswegen hat sich für mich die oben bezeichnete Frage aufgetan, ob das gewählte Genre das Richtig ist. Oder bin ich nur zu zart besaitet?!
Das Buch spielt in einer märchenhaften Welt. Eine Welt, die erschaffen wurde, um die Dolche und die Gezeichneten zum Leben zu erwecken. Sie erinnert ein wenig an Venedig, aufgrund ihrer Kanäle und kleinen Gassen und gleichzeitig hat man das Gefühl, in der Renaissance angekommen zu sein, da von Kurtisanen die Rede ist. Der Ort des Geschehens ist fiktiv, erschaffen für diese Geschichte und wahrscheinlich erschließt sich jedem Leser ein anderes Bild und ein jeder wird etwas anderes in dem geschriebenen finden, was eine Interpretation der erschaffenen Welt zulässt.
Als Hauprotagonistin treffen wir Adelina an. Ein wirklich starkes, wunderschönes Mädchen. Sichtbar gezeichnet von einer Krankheit, die sie zu einer Aussätzigen macht. Sie ist nicht wirklich die typische Heldin, die man im ersten Moment vermutet. Sie ist vor allem in ihrer gesamten Wandlung sehr komplex und bedarf viel Aufmerksamkeit vom Leser. Adelina, trägt eine Gabe in sich, die es ihr ermöglicht, Ängste in Menschen hervorzurufen, die es eigentlich nicht gibt und Bilder zu erschaffen, die nicht vorhanden sind. Ihre Gabe ernährt sich von den Ängsten der anderen und zieht sie zunehmend in das dunkle hinein. Adelina trägt die Dunkelheit in sich und wird immer mehr von dieser übermannt. In meinen Augen ist sie eine tragische Heldin, denn das, wofür sie kämpfen will, fängt an, sie zu zerstören und macht es ihr fast unmöglich, den Menschen, der sie sieht und schätzt, zu retten. Adelina ist überwältigt von Missgunst, Unmut, Angst und Misstrauen. Sie lässt niemanden an sich heran und schenkt kaum einem Menschen das Vertrauen, ihr näher zu kommen. Aktuell lernen wir Adelina als eine Person kennen, die sich immer wieder wandelt. Wenn man das Gefühl bekommt, sie fängt an sich zu öffnen, passiert stetig etwas Neues, was dafür sorgt, dass dieser kleine Funke sofort erlischt. Wir erleben das Erwachen der dunkleren Seite und der wachsenden Gabe, die von ihr Besitz ergreifen zu scheint. Von daher muss man hier abwarten, was die anderen beiden Bände bringen werden und welche Wandlungen sie dort vollzieht.
Die anderen Protagonisten müssen erlebt werden, um zu begreifen was es heißt, eine Gabe zu besitzen oder seine Gabe zu vertuschen um an Macht zu gelangen. Wozu Menschen bereit sind, um sich ihr Leben, ihr Antlitz und ihren Ruhm zu erschaffen. Jeder Protagonist ist einzigartig in seiner Art und Weise, die er darstellt um dem Buch und der Geschichte einen Sinn zu verleihen. Jeder einzelne trägt zu einem großen Puzzle bei, was gefüllt und fertigstellt werden muss. Doch, jeder einzelne von ihnen ist sehr komplex und hat manchmal zu Schwierigkeiten beim Lesen geführt. Denn die oftmals fremden Namen, mit den unterschiedlichen Gaben, mit der Gestaltung der Kulisse und der Wahl der Zeit in der diese Geschichte spielt, war es für mich nicht immer einfach nachzuvollziehen. Ich habe lange gebraucht, um jeden einzelnen Protagonisten von den anderen unterscheiden zu können, um dann am Ende zu verstehen, wer welche Aufgabe und wer welche Position in dieser Geschichte bekleidet. Dennoch bleiben hier viele Fragen offen?
Die Geschichte selber ist faszinierend von ihrer Idee der Umsetzung. Marie Lu hat wieder einmal eine ganz eigene Welt erschaffen, in der Young Elites spielt. Eine Welt voller Farbe, Fantasie und vielen unterschiedlichen Eindrücken, die sie versucht in ihrer Geschichte zu verarbeiten. Ich hatte oftmals das Gefühl in einem Venedig zu sein, was gerade Karneval feiert, in einer prunkvollen Villa zu stehen, in der Männer Ausschau nach ihrer neusten Kurtisane halten, in der Schwule zu Frauen werden und die Begierde der Männer ins unermessliche steigt. Ein Land regiert von einem König, welcher die Marionette der Königin zu sein scheint. Oder täuscht dies nur? Eine Geschichte die beherrscht wird von Dunkelheit, von Gewalt, von Blut, von Fantasien und der Angst. Eine Geschichte, die nach außen hin schillernd wirkt durch die unterschiedlichen Kulissen, aber in Wahrheit unter einem dunkeln Schleier verborgen liegt.
Für mich ist dieses Buch sehr brutal und blutrünstig. Sehr dunkel und bedrohlich und meine Frage, ob es wirklich ein Jugendbuch sein kann, kann an dieser Stelle nicht ausreichend beantwortet werden. Auf der einen Seite tendiere ich zu einem Ja, denn die Schreibweise von Marie Lu ist sehr einfach, simple und unverschnörkelt. Sie verzichtet auf verschachtelte Sätze und bringt auch fremdes ziemlich schnell auf den Punkt, so dass man als Leser keine Schwierigkeiten hat, ihr zu folgenden und in das Geschehen einzutauchen, die Sprache und Einfachheit der Jugend. Auf der anderen Seite tendiere ich zu einem Nein, denn ein brutal verübter Mord, ist in meinen Augen nicht für ein Jugendbuch geeignet.
Hier wird es nie die richtige oder falsche Antwort geben. Hier bleibt Spielraum für das eigene Empfinden.
Aufgrund meiner Kritik, vergebe ich 4 von 5 Herzen!
Mein Fazit: Wer eine Trilogie kennenlernen möchte, die facettenreich, andersartig und in ihrer gesamten Art und Weise ansprechend ist, sollte unbedingt in die Welt von Adelina eintauchen. Vor allem, wenn man eine Protagonistin kennenlernen will, die nicht das Abbild der Schönheit darstellt und der die Sympathien nur so zufliegen. Eine Protagonistin mit Ecken und Kanten, die die Geschichte ausfüllt und zum Leben erweckt.
Wohin die Reise geht, wird sich zeigen!

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Ruby 06.02.2017 07:29
Die Schreibweise der Autorin ist angenehm, bildhaft und gleichzeitig auch etwas „reifer“ geschrieben. Ich habe mich recht schnell mit dieser anfreunden können, dennoch war es wieder eine Schreibweise, für die ich beim Lesen wirklich Ruhe um mich gebraucht habe. Es ist, wie ich finde, kein Buch für zwischendurch, sondern man muss sich wirklich Zeit und Ruhe dafür nehmen.

Adelina war mal erfrischend anders als die meisten Hauptcharaktere in einem Buch. Sie ist durch ihre harte und brutale Kindheit ungemein geprägt und hat eher ein sehr dunkles, vorsichtiges und vor allem misstrauisches Wesen. Es fällt ihr unglaublich schwer, anderen zu vertrauen bzw. sich ihnen zu öffnen, sodass sie vorwiegend für sich ist.

Auf ihrer Flucht begegnet sie anderen, welche ähnliche Kräfte haben wie sie, und dennoch fühlt sie sich auch bei diesen nicht vollkommen wohl, was ihr die Zeit dort unglaublich schwer macht.

Innerhalb der Geschichte gibt es verschiedene Charaktere, welche man teilweise mehr oder weniger auch greifen kann. Bei einigen hätte mir eine intensivere Beschreibung noch etwas besser gefallen, einfach weil sie für mich und die Geschichte wichtig erschienen und ich sie leider nicht richtig greifen konnte. Sie blieben einfach größtenteils viel zu blass.
Erzählt wird die Geschichte aus der Sichtweise von Adelina und einem weiteren Charakter, welcher jedoch nicht wirklich auf ihrer Seite steht. Diese Variante hat mir persönlich sehr gut gefallen, denn so hat man in beide Lager sozusagen einen Einblick erhalten und konnte sich ein grobes Konstrukt vorstellen.

Die Umsetzung an sich fand ich durchaus fantasievoll und interessant, dennoch hat mir ein bisschen die Würze gefehlt, wie man so schön sagt. Die Umgebung und die Grundidee an sich konnten mich vollends überzeugen und der Vergleich mit der roten Königin ist durchaus berechtigt, dennoch hat mir ein bisschen die Tiefe zwischen den Charakteren gefehlt.

Adelina ist wirklich mal jemand ganz anderes, auf den ich mich persönlich nicht richtig einlassen konnte. Dies war aber, wie ich vermute, von der Autorin so gewollt, denn man ist sich als Leser selber nicht so sicher, wie man mit diesem Charakter umgehen soll. Es reizt mich als Leser ungemein, mehr über sie zu erfahren und einfach zu sehen, in welche Richtung sie letzten Endes abdriften wird. Die Autorin hat hier auf alle Fälle bewiesen, dass sie es kann einen Charakter so zwiespältig zu gestalten, dass er den Leser abstößt und gleichzeitig anzieht.

Nachdem ich dieses Buch beendet habe, musste ich eine Weile darüber nachdenken, um es bewerten zu können. Aber letztendlich hat mir die Geschichte und vor allem dieser außergewöhnliche Charakter von Adelina sehr gut gefallen und die letzten Kapitel im Buch haben mir so viele Umbrüche, Überraschungen und Action gebracht, dass ich unbedingt wissen muss wie es weitergeht. Was hat sich die Autorin noch alles einfallen lassen. ;)

Mein Gesamtfazit:

Mit „Young Elites – Die Gemeinschaft der Dolche“ hat Marie Lu eine düstere, fantasievolle und vielversprechende Geschichte ins Leben gerufen, welche noch eine Menge Potenzial nach oben bietet und dennoch schon in diesem ersten Band begeistern kann.

Hier sollte man jedoch auf alle Fälle beachten, dass die Hauptprotagonisten keine Heldin im strahlenden Glanz ist, sondern eher die dunkle Seite verkörpert. Sie ist mal erfrischend gefährlich. :)
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Nicole 13.01.2017 22:34
Insbesondere die letzten Seiten rasten an mir vorbei, ich hatte das Gefühl, dass etwas in mir zerreißt. Dann war es vorbei, ich wischte den Schweiß von meiner Stirn und dachte innerlich „Oh Gott. Wie zur Hölle soll das gut gehen und was hat SIE damit zu tun??". Ich kann Young Elites jedem empfehlen, der Lust auf eine spannende, teils dramatische Geschichte hat, aber keinen immensen Wert auf fein ausgearbeitete Charaktere legt. Richtig gut gefiel mir die Gemeinschaft der Dolche an sich, inklusive der dargebotenen Gaben sowie der vielversprechende Epilog, der mich definitiv neugierig auf den weiteren Verlauf gemacht hat und im Nachhinein mein kleines Highlight in dem Ganzen war.
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